Sommer

Juni 30th, 2009 by admin

Am Abend schweigt die Klage
Des Kuckucks im Wald.
Tiefer neigt sich das Korn,
Der rote Mohn.

Schwarzes Gewitter droht
Über dem Hügel.
Das alte Lied der Grille
Erstirbt im Feld.

Nimmer regt sich das Laub
Der Kastanie.
Auf der Wendeltreppe
Rauscht dein Kleid.

Stille leuchtet die Kerze
Im dunklen Zimmer;
Eine silberne Hand
Löschte sie aus;

Windstille, sternlose Nacht.

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Über Georg Trakl

Der expressionistische Schriftsteller Georg Trakl erblickte das Licht der Welt im Jahre 1887 in Salzburg. Sein Vater betrieb einen Eisenhandel, seine Mutter war von Drogen abhängig und so wuchs er bei einer französischen Erzieherin auf, durch welche er seine Vorliebe für französische Lyrik entwickelte.

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